In den Strumpf eingearbeitete elastische Fäden üben einen gleichmäßigen Druck
auf das Bein aus und können so die mangelnde Elastizität des Gewebes teilweise
ausgleichen. Durch Druck von außen mittels Kompressionsdruck werden die erweiterten
venösen Gefäße verengt, dadurch werden die Venen auf ihren normalen Durchmesser
verkleinert und die Venenklappen schließen wieder.
Der Schweregrad der Venenerkrankung bestimmt den erforderlichen Druck. Man kennt
vier Kompressionsklassen:
KK I – leichte Kompression:
bei geringfüngiger Stauungsneigung mit Müdigkeits- und Schweregefühl, bei geringer
Krampfaderbildung und zur Vorbeugung in der Schwangerschaft.
KK II – mittlere Kompression:
bei Krampfadern, Schwellung während der Schwangerschaft, nach Verödung und Operation,
zur Dauerbehandlung abgeheilter Beingeschwüre.
KK III – kräftige Kompression:
bei Krampfadern aufgrund Schädigung tiefer Beinvenen, nach Abheilung offener Beine,
starker Schwellungsneigung, chronisch-venöser Insuffizienz.
KK IV – sehr kräftige Kompression:
für Patienten mit schwersten Venenleiden; schwere Lymphstauungen und Elephantiasis.
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